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  • Der Kampf um Lebensgrundlagen, um natürliche Ressourcen wie Land, Wasser und Holz hat in vielen Länder der Erde bereits begonnen. Im Zentrum eskalierter Konflikte steht aber auch wirtschaftliches Produktionsmaterial– insbesondere Rohstoffe wie Erdöl oder Edelmetalle

    Die Bearbeitung dieser Konflikte findet weltweit zunehmend Beachtung und gilt als ein wesentlicher Baustein in der Friedensförderung.

    Nach dem Abschluss eines gemeinsamen Forschungsprojekts zur Bearbeitung von Ressourcenkonflikten haben das United Nations Department of Political Affairs (UN DPA) und das United Nations Environmental Programme (UNEP) nun einen Leitfaden für Mediatorinnen und Mediatoren vorgelegt, die in diesen Konfliktfeldern tätig sind.

    Der Leitfaden basiert auf Fallstudien erfolgreicher Mediationen in Ressourcenkonflikten, unter anderem in Aceh/Indonesien, Papua-Neuguinea, Ecuador, Peru, Indien, Pakistan, Iran, Afghanistan und Sudan.

    Sieben Kernbotschaften werden darin an Mediatoren und Organisationen formuliert, die auch in der täglichen Mediationsarbeit wertvolle Hinweise geben:

    1. Der Kontext entscheidet

    Unterschiedliche Ressourcen generieren unterschiedliche Konfliktdynamiken. Vor Beginn eines Mediationsverfahrens ist deshalb ein Verständnis der Hauptursachen des Konflikts unerlässlich.

    2. Genaue Kenntnis von Akteuren und ihren Interessen

    Die differenzierten Analyse von Akteuren und Interessen steht am Beginn jeder erfolgreichen Mediation.

    3. Gleichberechtigter Zugang zu Informationen für alle

    Der Schlüssel zur Beilegung von Ressourcenkonflikten ist ein ungehinderter und gleichberechtigter Zugang aller Konfliktparteien zu allen relevanten Informationen.

    4. Bewußte Auswahl der Beteiligten

    Die Auswahl und Einbindung der richtigen Stakeholder ist für den Erfolg eines Mediationsverfahrens entscheidend. Dazu wird ein klares Verständnis notwendig sein, welche möglichen politischen Auswirkungen die Einbindung einiger, sowie der Ausschluss anderer Akteure auf das Verfahren haben.

    5. Stärkung gemeinsamer Interessen und Stärkung von Vertrauen

    Im Rahmen einer Mediation sollte aufgezeigt werden, welche Ressourcen zur Zusammenarbeit über religiöse, ideologische oder politische Grenzen hinweg genutzt werden können.

    6. Anwendung der richtigen Vermittlungstechniken

    Mediatoren sollten in der Zusammenarbeit mit den Konfliktparteien geeignete Techniken zur Konfliktbearbeitung einsetzen. Zur Palette existierender Techniken gehören Gespräche über technische Aspekte des Konflikts oder das gemeinsame Sammeln von Informationen ebenso, wie das gemeinsame Nachdenken über unterschiedliche Lösungsszenarien. Damit können Sackgassen vermieden und Widerstände erfolgreich gelöst werden.

    7. Grundlagen für zukünftige Reformen und nachhaltige Friedenslösungen schaffen

    In Friedensverhandlungen sollten Mediatoren bedenken, dass es häufig nicht erstes Ziel sein muss, Ressourcenkonflikte im Verlauf der Verhandlungen beizulegen. Zielsetzung sollte auch sein, Grundlagen und Möglichkeiten zu schaffen, Ressourcenkonflikte zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb eines institutionellen Rahmens zu bearbeiten.
  • Um die Anwendung der Wissensbilanz zu vereinfachen, hat der Arbeitskreis Wissensbilanz unter fachlicher Leitung des Fraunhofer IPK und in Zusammenarbeit mit der incowia GmbH die Microsoft Windows basierte Softwareanwendung „Wissensbilanz-Toolbox“ entwickelt. Die Software wird durch die Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die Nutzung in kleinen und mittelständischen Unternehmen kostenlos angeboten.

    Wichtig: Die Software ersetzt keineswegs den für eine valide Wissensbilanz nötigen Kommunikationsprozess im Unternehmen. Sie macht ihn aber einfacher und schneller. Außerdem werden Diskussionsergebnisse und die erhobenen Daten in strukturierter Form dokumentiert.