Anwendungsgebiete und Vorteile der Wirtschaftsmediation

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  • Die Wirtschaftsmediation ist ein außergerichtliches Verfahren des Konfliktmanagements. Sie steht u. a. gleichwertig neben den traditionellen Konfliktbearbeitungsverfahren der gerichtlichen Auseinandersetzung sowie der Schlichtung. Das Verfahren weist jedoch gegenüber den traditionellen Verfahren eine Vielzahl an Vorteilen auf.

    1. Kürzere Verfahrensdauer
    Arbeits- und zivilprozessliche Streitverfahren sind häufig langwierig und von ungewissem Ausgang. Erstrecken sie sich über mehrere Instanzen, können sie oftmals mehrere Jahre dauern. In der Wirtschaftsmediation kann eine verbindliche Lösung häufig bereits nach wenigen Terminen in bedeutend kürzerer Zeit erzielt werden.

    2. Kostenreduzierung
    Gerichtsverfahren sind sehr kostenintensiv. Durch die Wirtschaftsmediation können die Kosten deutlich reduziert werden, da schnelle, effektive und gemeinsam getragene Lösungen im Vordergrund stehen. Zudem wird abhängig von einer Vereinbarungen zwischen den Parteien in der Regel die Vergütung für den Wirtschaftsmediator von beiden Parteien getragen.

    3. Vertraulichkeit
    Die Wirtschaftsmediation ist ein vertrauliches Verfahren, das Unternehmensinterna, Ansehen und Privatsphäre schützt. Gerichtsverfahren sind im Regelfall öffentlich und Urteile und Entscheidungsgründe werden oftmals frei zugänglich gemacht. In der Wirtschaftsmediation wird Vertraulichkeit vereinbart und über die Inhalte des Verfahrens wird Stillschweigen gewahrt.

    4. Eigenkontrolle und Verfahrenssicherheit
    Die Beteiligten in einer Wirtschaftsmediation bestimmen einvernehmlich alle Termine, so dass für sie volle Flexibilität und Planungssicherheit besteht. Die Gestaltung der Verfahrensergebnisse bleibt stets in der Hand der Beteiligten, da sie eigenverantwortlich über die Lösungsoptionen verhandeln. Sie sind somit vor nicht vorhersehbaren Überraschungen geschützt, die sie nicht mehr kontrollieren können.

    5. Lernzuwachs
    Die offene Kommunikation in der Wirtschaftsmediation ermöglicht es den Beteiligten nicht nur ihre Positionen zu benennen, sondern auch ihre Bedürfnisse und Interessen klar darzulegen und zu vertreten. Dadurch können Anliegen und Personen voneinander getrennt werden sowie persönliche Wahrnehmungen als Konfliktfaktoren reflektiert und mit einbezogen werden. Eventuelle Fehlerquellen bei vorangegangenen Entscheidungen oder im eigenen Verhaltens können gewinnbringend überdacht und modifiziert werden. Konflikte können dadurch auch in Zukunft frühzeitiger erkannt und konstruktiv gelöst oder sogar vermieden werden.

    6. Nachhaltigkeit
    In der Wirtschaftsmediation bestimmen die Beteiligten die Themen, den Verlauf und das Ergebnis des Verfahrens selbst, so dass ein hohes Maß an Nachhaltigkeit gewährleistet ist. Das vorranginge Ziel einer Wirtschaftsmediation ist eine tragfähige Win-Win-Lösung für alle Beteiligten. Niemand kennt die optimale Lösung des Konfliktes besser als die Beteiligten selbst. Da die Beteiligten die Lösung im gegenseitigen Einvernehmen herbeiführen, kann sie von ihnen auch besser akzeptiert werden und somit eine solide Basis für die Umsetzung sein.

    7. Beziehungen erhalten und verbessern
    Während ein Gerichtsprozess häufig das Ende der Beziehung zwischen den Konfliktparteien besiegelt, ermöglicht es die einvernehmliche Lösung in der Wirtschaftsmediation den Beteiligten auch in der Zukunft respektvoll miteinander umzugehen, die Beziehung zu erhalten und zu verbessern.


    Anwendungsgebiete
    Eine Wirtschaftsmediation kann zur Lösung einer Vielzahl von inner- und zwischenbetrieblichen Konflikten eingesetzt werden, zum Beispiel bei
    • Konflikten mit Wettwerbern
    • Konflikten zwischen Gesellschaftern
    • Konflikten zwischen Geschäftsführung und Gesellschaftern
    • Konflikten zwischen Führungskraft und Mitarbeitern
    • Konflikten zwischen oder innerhalb von Teams oder Abteilungen
    • Konflikten am Arbeitsplatz (Mobbing, Bossing etc.)
    • Konflikten zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat
    • Konflikten mit Lieferanten und Kunden
    • Konflikten mit Behörden und Banken
    • Konflikten bei Dauerschulverhältnissen
    • Streitigkeiten über Gewährleistung und Zahlungsverzug
    • Umstrukturierungen innerhalb eines Unternehmens
    • Unternehmensfusionen, Unternehmensnachfolgen
    Die Wirtschaftsmediation ist auf den ersten Blick rein unternehmensbezogen. Die eigentlichen Konfliktfelder können aber auch in ganz anderen Bereichen liegen. So sind zum Beispiel mittelständische Unternehmen oftmals familiengeführte Unternehmen, so dass neben den wirtschaftsbezogenen Aspekten eine Reihe von Konfliktfeldern aus dem Familien- oder dem Erbrechtrecht in die Betrachtung rücken. Hierzu gehören Trennungskonflikte im Familien- und Verwandtschaftssystem bis hin zu Umgangs- und Sorgerechtsfragen, Streitigkeiten zur Aufteilung des Vermögens, Übertragung von Gesellschaftsanteilen auf Kinder sowie erbrechtliche Überlegungen usw.


    Quelle: konfliktmanagement-online
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