WinWinno-Preisträger 2016

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  • Im Rahmen der 15. Internationalen Mediationstage Dach in Hamburg (Leitthema »Crossover Mediation und Mediationssupervision - Mediation meets andere Künste«) erhalten Dr. Jamie Walker und Christoph C. Paul den WinWinno-Preis 2016 in der Kategorie »Familien-Frieden fördern«. Sie werden für ihr ehrenamtliches Engagement im Zusammenhang mit der Entwicklung und Implementierung von Mediation zur Beilegung von internationalen Familienkonflikten geehrt.

    Christoph C. Paul und Dr. Jamie Walker sind beide seit Jahrzehnten als Mediatoren und Mediationsausbilder tätig. Was sie verbindet, ist ihre Leidenschaft für diese Arbeit, die weit über das übliche berufliche Engagement hinausgeht. Christoph Paul kam über seine Arbeit als Rechtsanwalt und Notar zur Mediation. Wegen seines ehrenamtlichen Engagements wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt; er ist außerdem Träger des Sokrates Preises für Mediation. Dr. Jamie Walker kam über ihr Engagement in der Friedensbewegung sowie ihre Tätigkeit als Erwachsenenpädagogin auf dem Gebiet der Gewaltprävention in Schule und Gemeinwesen zur Mediation. Beide verbindet der Bezug zum außerdeutschen Kontext: Christoph Paul hat norwegische Wurzeln und Jamie Walker ist gebürtige Amerikanerin.
    Zusammen mit anderen Akteuren setzen sich Christoph Paul und Dr. Jamie Walker für die Entwicklung und Etablierung von Mediation bei strittigen Familienkonflikten im internationalen Kontext ein. Christoph Paul hat bereits ab 2002 als Sprecher der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM) 2002 Strukturen zur grenzüberschreitenden Familienmediation, insbesondere bei Kindesentführungen geschaffen. Dr. Jamie Walker stieß 2004 von Seiten des Bundesverbandes Mediation (BM) zu dieser Arbeit dazu. Bei der Gründung des Vereins Mediation bei internationalen Kindschaftskonflikten (MiKK e.V.) 2008, wurden sie zum 1. bzw. zur 2. Vorsitzenden gewählt.
    Christoph Paul und Dr. Jamie Walker haben gemeinsam mehrere hocheskalierte – meist deutsch-amerikanische – Konflikte mediiert. Bei völlig festgefahrenen Konflikten, in denen die Partner jede/r partout das Kind bei sich im eigenen Land erziehen wollten, fragten sich die beiden, wie eine win-win Lösung überhaupt aussehen könne. Es kam zu Situationen, in denen sie keine Verfahrensweisen zur Verfügung hatten und auf der Stelle neue erfinden mussten. Entsprechend dem MiKK Modell der Co-Mediation in einer männlich-weiblichen, interdisziplinären (juristisch-pädagogisch), bi-national und zweisprachigen Konstellation konnten sie auf ihre persönlichen und professionellen Ressourcen zurückgreifen, um den zerstrittenen Eltern – und damit deren Kindern – zu helfen. Ihre gemeinsam gemachten Erfahrungen gaben sie in Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Fachbüchern weiter. Dabei war es ihnen ein Anliegen, nicht nur ihre Erfolge, sondern auch die teils ungelösten Herausforderungen der Arbeit zu thematisieren.

    Durch das Erproben dieses Mediationsmodells konnten Grundlagen für Qualitätsstandards sowohl für die Mediation selbst, als auch für die Weiterbildung von Mediatorinnen und Mediatoren auf diesem speziellen Gebiet erarbeitet werden. Auf der Grundlage der von MiKK geleisteten Vorarbeit hat Dr. Jamie Walker im Rahmen des EU Projektes TIM die konzeptionellen und didaktischen Grundlagen für die Qualitätssicherung der Fortbildung in grenzüberschreitender Familienmediation entwickelt. Zusammen mit Christoph Paul, Sybille Kiesewetter und Eberhard Carl konnte sie im Rahmen dieses Projektes Trainerinnen und Trainer für Cross-Border Family Mediation aus sämtlichen EU-Ländern ausbilden. Gemeinsam mit den Projektpartnern wurde das Netzwerk Cross-Border Family Mediators ins Leben gerufen.

    Während Christoph Paul dieser Arbeit treugeblieben und außer seiner Tätigkeit in der Kanzlei Paul & Partner noch immer Vorsitzender von MiKK ist, Vorträge und Seminare hält und viel im In- und Ausland unterwegs ist, arbeitet Dr. Jamie Walker inzwischen im Zivilen Friedensdienst der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit als International Peace Advisor for Mediation and Do No Harm in Äthiopien.


    Quelle: (CHPaul) mediationaktuell
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