Bundesrat billigt vereinfachtes Ausweisungsrecht

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  • Im Eilverfahren billigte der Bundesrat am 26. Februar 2016 Erleichterungen im Ausweisungsrecht - nur einen Tag nach dem Beschluss des Bundestages.

    Ausweisung bei Bewährungsstrafe
    Nach dem Gesetz liegt künftig ein sogenanntes schwerwiegendes Ausweisungsinteresse bereits dann vor, wenn ein Ausländer zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Voraussetzung ist, dass die Straftat mit Gewalt oder mit einer Gewaltandrohung begangen wurde. Bei einer Verurteilung von mindestens einem Jahr liegt künftig ein besonders schwerwiegendes Ausweisungsinteresse vor.

    Keine zwangsläufige Ausweisung
    Bei der Entscheidung über die Ausweisung ist wie bisher auch das Interesse des Ausländers zu berücksichtigen, in Deutschland zu bleiben. Insofern gibt es keinen Automatismus, der zwingend zu einer Ausweisungsentscheidung führt.
    Das Gesetz sieht zudem vor, Asylbewerbern, die in Deutschland Straftaten begangen haben, die Anerkennung als Flüchtling konsequenter als bisher zu versagen.

    Es wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt und tritt einen Tag nach seiner Verkündung in Kraft.
    Stand: 26.02.2016

    Quelle: bundesrat.de
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