Neue Mediationsstelle der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

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  • Das IHK-MediationsZentrum
    Wirtschaftsmediation ist ein Verfahren der alternativen Streitbeilegung, bei dem ein neutralerDritter (Mediator) als Vermittler ohne Entscheidungsbefugnis den Streitparteien hilft, einefreiwillige, einvernehmliche und interessenorientierte Lösung ihres Konflikts durchVerhandeln zu erreichen.
    Im Mittelpunkt stehen die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen der Parteien undweniger die einzelnen Rechtspositionen. Die Wirtschaftsmediation der IHK erfolgt über dasIHK eigene MediationsZentrum. Dieses ist zuständig für Konflikte im Unternehmen(innerbetrieblich), zwischen Unternehmen (Business-to-Business) und zwischen Kaufleutenund Verbrauchern – auch auf internationaler Ebene.
    Die Wirtschaftsmediation erfolgt über das IHK eigene MediationsZentrum, zu dem sichdie IHKn Hochrhein-Bodensee, Südlicher Oberrhein und Schwarzwald-Baar-Heubergzusammengeschlossen haben.
    1. Allgemeine Fragen
    Was tut das IHK-MediationsZentrum?Das Team des MediationsZentrums:
    •  berät über alternative Konfliktlösungswege
    •  stellt Musterklauseln für Mediationsverfahren zur Verfügung
    •  bietet eine moderne Verfahrensordnung für kaufmännische Streitigkeiten an
    •  unterstützt in geeigneten Fällen bei der Anbahnung von Mediationsverfahren
    •  benennt kompetente und neutrale Wirtschaftsmediatoren
    •  administriert Mediationsverfahren
    •  stellt auf Wunsch geeignete Räume für Sitzungen zur Verfügung 2. Was sind die Vorteile, welche Nachteile gibt es?Was sind die Vorteile?

    •  Die Mediation ist flexibel im Ablauf und weit weniger zeit- und kostenintensiv als einförmliches Verfahren. Im Durchschnitt liegt die Dauer einer Mediation bei 10Stunden.
    •  Die Geschäftsverbindung der Parteien wird durch die gemeinsam gefundene Lösunggeschont.
    •  Geschäftsinterna und mögliche Imageverluste kommen nicht an die Öffentlichkeit.
    •  Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige können als Co-Mediatoren agieren und ihre besonderen Fachkenntnisse in das Verfahren einbringen.

    • Das Verfahren kann jedoch auch vorzeitig beendet werden, wenn mindestens einePartei dies wünscht. In diesem Falle kann dann immer noch ein gerichtlichesVerfahren durchgeführt werden.
    • Welche Nachteile sind denkbar?
      •  Ein Mediationsverfahren ist nicht der richtige Weg, wenn es darum geht, einerechtliche Grundsatzentscheidung zu erreichen. Hierfür ist ein förmlichesGerichtsverfahren erforderlich.
      •  Bei offensichtlich fehlender Bereitschaft zur gütlichen Einigung einer Partei(Verzögerungstaktik, Ausforschung) ist ein Mediationsverfahren ebenfalls ungeeignet,um eine Lösung herbeizuführen. 3. Wer sind die Mediatoren? Das MediationsZentrum verfügt über einen eigenen Pool von Wirtschaftsmediatoren. Diessind Fachleute der wichtigsten Berufsgruppen mit besonderen Branchenerfahrungen undteilweise Spezialkenntnissen. Diese haben zudem eine abgeschlossene, von der IHKanerkannte Mediatorenausbildung nachgewiesen und erfüllen weitere von der IHK festgelegteQualifizierungen (z.B. juristische Kenntnisse, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse sowiedie Gewähr für Unparteilichkeit und Unabhängigkeit). 4. Wie wird das Mediationsverfahren eingeleitet? Einigung
        Zunächst muss zwischen den Parteien Einigkeit bestehen, dass der Konflikt außergerichtlichmittels Mediation gelöst werden soll. Dazu haben die Parteien entweder schon zu Beginnihrer Geschäftstätigkeit eine entsprechende Mediationsklausel im Vertrag vereinbart, oder eswird nachträglich eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen. Das MediationsZentrum hält entsprechende Muster für Sie bereit. Antrag
        Zur Einleitung des Mediationsverfahrens stellt mindestens eine Partei einen Antrag beimMediationsZentrum mit den wichtigsten Daten zu den Konfliktparteien, einer kurzenBeschreibung des Konflikts und den Anforderungen an den Mediator. Beginn des Mediationsverfahrens
        Nach der Antragstellung bzw. der Zustimmung zur außergerichtlichen Einigung von allenParteien mittels Klausel bzw. Vereinbarung und nach Eingang des Kostenvorschusses beginntdas Verfahren. 5. Wie erfolgt die Auswahl des Mediators?
      1. Die Parteien können den Mediator selbst nach eigenen Wünschen aussuchen. Ggf.berät das MediationsZentrum bei der Suche nach dem geeigneten Mediator.
      1. Wenn die Parteien es wünschen, schlägt das MediationsZentrum geeigneteWirtschaftsmediatoren aus dem Mediatorenpool zur Auswahl vor.
      2. Wenn die Parteien eine direkte Benennung wünschen oder sich nicht einigen können,erfolgt die Benennung des Mediators durch das MediationsZentrum, wobei etwaigeWünsche berücksichtigt werden.

      6. Verlauf und Abschluss des Verfahrens? Mediatorvertrag
      Die Einzelheiten des Verfahrens regelt die Mediationsordnung, die für die Parteien und denMediator bindend ist . Der Mediator schließt mit den Parteien einen Mediatorvertrag. Das MediationsZentrum hältein entsprechendes Muster bereit. Sodann beginnt das Mediationsverfahren. Aussetzung von Rechtsstreitigkeiten
      Ab der Einleitung bis zur Beendigung des Verfahrens dürfen die Parteien keine gerichtlicheKlage einreichen. Soweit bei Beginn der [lexicon]Mediation[/lexicon] bereits ein gerichtliches Verfahrenanhängig ist, müssen die Parteien für die Dauer der [lexicon]Mediation[/lexicon] das Ruhen dieses Verfahrensbeantragen. Hemmung von Verjährungsfristen
      Darüber hinaus ist die Verjährung der von der [lexicon]Mediation[/lexicon] umfassten Ansprüche während desVerfahrens gehemmt. Schlussvereinbarung
      Die erzielte Einigung zwischen den Parteien wird schriftlich festgehalten und von denParteien und dem Mediator unterzeichnet. 7. Was kostet ein Mediationsverfahren? Die Kosten für das Verfahren setzen sich aus einem einmaligen Verfahrensentgelt für dasMediationsZentrum und dem Mediatorenhonorar auf Stundenbasis zusammen. (vgl. imEinzelnen die Kostenordnung). Die Kosten tragen die Parteien zur Hälfte, die eigenen Kostenträgt jede Partei selbst, wenn nichts anderes vereinbart ist.
      Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg



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    -Qualitätsmanagement und Mediation-

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